Der Recall beschreibt die Vollständigkeit einer Recherche. Er errechnet sich als Quotient aus der Anzahl der gefundenen
relevanten Datensätze und der Gesamtzahl der relevanten Datensätze. Diese Kennzahl lässt sich bei der Recherche im Internet nur begrenzt anwenden. Die Problematik liegt in der Gesamtanzahl der relevanten Datensätze. Weder bei
Suchmaschinen noch bei Web-Monitoring-Systemen kann man festlegen wieviele zu einem Untersuchungsgegenstand relevante Datensätze im Internet vorhanden sind. Dies liegt an dem enormen Datenbestand des Internets. Da Suchmaschinen
meist nur einen kleinen Teil der Quellen indexieren kann niemals von einem Recall von 100% ausgegangen werden. Dies gilt auch für Web-Monitoring-Systeme. Jedoch kann hier durch eine gezielte Ausrichtung der Spider auf den
Untersuchungsgegenstand der Recall gesteigert werden, weil der Bezug auf einen abgesteckten thematischen Rahmen liegt. |
Die Precision lässt Aussagen über die Genauigkeit einer Recherche zu. Hierzu wird der Quotient aus der Anzahl der gefundenen
relevanten Datensätze und der Gesamtheit der gefunden Datensätze gebildet. Im Gegensatz zum Recall ist hier eine realistische Berechnung möglich. Bei Suchmaschinen lässt sich durch eine gut gestellte Suchanfrage eine hohe
Genauigkeit erreichen. Dennoch ist dies schwierig, da die indexierten Seiten von Suchmaschinen eine Vielzahl von Thematiken abdecken. Da in Webmonitoringsystemen der Untersuchungsgegenstand bekannt ist kann man durch eine gezielte
Steuerung der Indexierung einen hohen Grad von relevanten Quellen erreichen. Somit lassen Web-Monitoring-Systeme auch eine höhere Precision als Suchmaschinen zu. |